28.12.2024 Der Individualismus und das gekränkte Ich
Der Aufbruch in das individuelle Selbst, in die grenzenlose Selbstverwirklichung nach den dunklen Jahren von „Führer, befiehl, wir folgen dir!“ ist an einen Grenzwert gelangt.
Zum einen ist die gewinnbringende Vermarktung des Ich in Form von Influencerismus eine Ausgeburt des Schreckens. Selbstoptimierung um jeden Preis und der Wille, einem Idol gerecht zu werden, sind die traurige Karikatur dessen, was eigentlich das Ziel sein sollte: die eigene freie Entscheidung.
Zum anderen die industrielle marktoptimierte Verkaufsstrategie, die einer/m jeden ein Gefühl von Freiheit und Coolness verspricht, wenn sie oder er nur dieses oder jenes Emblem auf seinen Schuhen oder Klamotten trägt.
Dann das digitale Geschrei in Chats, Foren und Kanälen um die Deutungshoheit über die Wirklichkeit, die für uns kaum noch erkennbar ist unter der Vielzahl an Meinungen, Kommentaren und Botschaften.
Und als perverse Steigerung die im wahrsten Sinne mörderische Wut des gekränkten Ich, das sich nicht ausreichend gehört und gesehen fühlt und in seinem Verlangen eine wirklich unüberhörbare Botschaft an die Welt zu senden, mit einer Waffe, einer Bombe, einem Auto unschuldige Menschen als fassungslose Zeugen dafür benutzt, was nach seiner Meinung falsch ist in dieser Welt.
14.12.2024 Advent oder der besinnliche Kaufrausch
Wohnen führt zu Armut (Der Paritätische, 12 2024). Die Politik will das nicht hören. Ein funktionierende Begrenzung der immer weiter ansteigenden Mieten ist nicht in Sicht. Der freie Markt soll es richten.
Das Credo auch der sog. christlichen und christlich-sozialen Parteien ist: Wer arm ist, ist selber schuld. Hat sich eben nicht genug angestrengt. Nicht gearbeitet. Anderen auf der Tasche gelegen. Bürgergeld bezogen. Das verträgt sich natürlich gar nicht mit dem anderen Credo, dass es unserer Wirtschaft nur gut gehen kann, wenn alle fleißig konsumieren. Und in der Vorweihnachtsszeit gilt das ganz besonders: Kauft Leute, kauft!
Wer aber schon die Hälfte oder mehr seiner Rente oder seines Einkommens für die Wohnung, nebst Energiekosten ausgeben muß, der kann nur traurig in die Kerze gucken und darf an dem Black friday Irrsinn nicht teilhaben. Was für eine Zeit der Einkehr und Besinnung!
04.12.2024 Neue Menschen braucht die Welt
Im Iran verschärfen die religiösen Machthaber das „Keuchheit und Hijab„-Gesetz. Um die „Islamischen Werte und Ordnung“ durchzusetzen werden Frauen in ihren Freiheiten eingeschränkt und bei „Ungehorsam“ ausgepeitscht, unter grauenhaften Bedingungen eingekerkert und schließlich hingerichtet.
In Afghanistan unterstehen die Frauen (und Männer) dem „Tugend“-Gesetz und können aktuell nicht mehr in medizinischen Lehreinrichtungen studieren. Damit können sie nicht mehr als Hebammen, Krankenschwestern und Laborantinnen ausgebildet werden und verlieren den Zugang zu Universitäten. Ihre Stimme erheben dürfen sie auch nicht, um Männer nicht zu provozieren.
In Deutschland steigt die Anzahl der Femizide und der Gewalttaten gegen Frauen.

In den USA zeigt sich zunehmend ein frauenfeindliche Klima, das speziell von dem evangelikalen, konservativen und rechtsreaktionären Spektrum gefördert wird. (zdf heute, 30.11.2024)(futurewithoutviolance.org)
06.11.2024 Strong men never die
Der vermeintlich starke weiße Man triumphiert über die farbige Frau. Die Lüge, der Haß und die Pose gewinnen. Trump entzieht sich den Gerichten und kann sie nun willkürlich umstrukturieren. Die Agenda 47 für die kommenden Jahre ist geschrieben und wird nun unweigerlich umgesetzt.
“Very simply, if you rob a store, you can fully expect to be shot as you are leaving that store,” zit. nach Donald Trump, President-elect der USA.
Im Nachgang der Katastrophe wird von den Überlebenden gern das Narrativ der Machtergreifung bemüht. So, als ob die Macht gewaltsam vereinnahmt wurde. Traurige Tatsache ist, dass, im Falle der USA, 75,5 Millionen Wähler für D.Trump gestimmt haben. Die Macht wurde also mit Mehrheit übergeben.
„Alle Macht geht vom Volke aus, kehrt aber oft nicht zu ihm zurück!“ Anonymus
30.10.2024 Weniger ist mehr
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.
Antoine de Saint-Exupéry, 1900-1944
Die Kognitionsforscher haben natürlich hierzu geforscht und dem Denkfehler einen Namen gegeben: Additive bias.
Menschen haben die Tendenz, bei einer Problemlösung, die Dinge eher zu verkomplizieren, als eine Lösung zu wählen, die einfacher ist und Elemente zu entfernen. Das bedeutet beim Thema Bürokratie Abbau leider nichts Gutes.
25.10.2024 Das Jenga Dilemma
Jenga ist ein beliebtes Geschicklichkeitsspiel. Wir alle spielen Jenga mit der Welt, in dem wir glauben, wir könnten immer höher bauen und dabei vergessen, das unsere Resourcen begrenzt sind und die Basis, auf der unser Turm der Zivilisation steht, immer instabiler wird.
10.10.2024 Der Wald spielt nicht mehr mit
Die Bundeswaldinventur 2022 und die Waldzustandserhebung 2023 beschreiben einen chronisch kranken Patienten, den deutschen Wald. 4 von 5 Bäumen sind krank. Fichte, Buche und Eiche zeigen bei jeweils über 40% der Bäume schwere Schäden, wie es der Zustand der Baumkronen erkennen lässt (Kronenverlichtung).
Dabei soll der Patient doch eigentlich volkswirtschaftlich prosperierend, CO2 absorbierend und der menschlichen Gesundheit, seelisch und körperlich zuträglich sein. Aber da macht er nicht mit. Und weil er von einer Kohlenstoff Senke zu einer Kohlenstoff Quelle wird, gefährdet er das Erreichen der Klimaziele.
Die Natur lässt nicht mit sich verhandeln. Sie reagiert langsam, aber konsequent auf unsere fortschreitende zerstörerische Kraft und lässt sich von rein ideologisch geprägter Politik ohne angemessenes Verhalten zum Schutz der Natur in keiner Weise beeindrucken.
Die Interessen gegen eine Transformation der Energieversorgung, der letztlich selbstzerstörerischer Lobbyismus der fossilen Befürworter (FDP = Fossil Destruction Party) ist ungebrochen und die Kommunikation vergiftet.
02.10.2024 Die Vernichtung der Vernunft
Im einseitigen und kurzfristigen Interesse des kannibalischen Kapitalismus (Fraser, 2023) hören wir nur noch auf die todbringenden InfluencerInnen des Immer-Weiter-so, deren schöne Gesichter und leere Phrasen die Tatsache überspielen sollen, dass wir ein ernstes Problem haben. Wir haben keine Zeit mehr für eine 30% Partei, die die Schuld an der Misere nur in den Fremden sieht und deren Partei Logo an Werbung für Viagra erinnert. Wir haben keine Zeit für die unzähligen Video’s auf YouTube/Instagramm etc., die unsere Gehirne verkleistern und keinerlei Rücksicht auf Fakten, auf die Wahrheit nehmen. Wir haben keine Zeit mehr für eine Regierung, die zu 100% nicht wiedergewählt werden wird und die sich hinter Phrasen und unnützen Gesetzen versteckt, weil sich sich fürchtet, die traurige Wahrheit zu sagen. Die da lautet: es geht so nicht weiter.
Es wird nicht alles gut, wenn ‚einfach’ alle Otto-Motoren gegen E-Mobile ausgetauscht werden, das wird nicht funktionieren.
Wenn wir weiter so tun, als könnten wir aus den Vollen schöpfen, wenn wir es nur ein wenig grün anstreichen. Die Sozialdemokratie hat das Soziale verraten und die Grünen die Umwelt. Nur die freien Demokraten machen stur das, was sie am Besten können: das Falsche. Dafür bemühen sich die Christdemokraten die bessere Viagra Partei zu sein. Auch viele alte Männer……
Unbegrenztes Wirtschaftswachstum funktioniert nicht. Unbegrenztes Wachstum ist eine Krankheit und hat in der Medizin einen Namen. Er lautet Krebs.
19.09.2024 Einsichten
Wo das Maß verloren geht, setzt sich das »Nekrophile« durch, die Neigung zur Destruktivität und Zerstörung, wie Erich Fromm das beschrieben hat. Der Baum wird aus der Mitte an den Rand gedrängt, Beton versiegelt die Erde, das Meer und der Himmel wird verdröhnt, artenreichster Lebensraum Urwald wird zur Wüste, McDonald’s und allerlei anderes Fast Food wird als Essen ausgegeben, Gülle verätzt die Ackerkrume, Nutztiere sind nur noch Objekte erbarmungsloser Fleischproduktion, auch Tomaten erblicken nie das Licht der Sonne, der Blick in die Welt wird durch den Bildschirm verstellt, Facebook ersetzt reale Freundschaften, das sanfte Streichen des Displays das Streicheln der Wange, und der automatisierte Krieg minimiert lebensschützende Skrupel und Gewissensbisse beim Geschäft des Tötens. »Brüder, überm Sternenzelt muss ein guter Vater wohnen« – was noch mit Pathos gesungen wird, hat längst abgedankt. Vom sinnentleerten Himmel aus verrichten Drohnen lautlos ihr mörderisches, nicht nur Terroristen tötendes Werk.
„Die Gier und das Glück: Wir zerstören, wonach wir uns sehnen„
Friedrich Schorlemmer (16.05.1944-09.09.2024)
13.09.2024 Einstürzende Altbauten
Wer wenig in Vorsorge investiert und / oder keine tragfähigen Pläne für die Zukunft aufstellt, weil er/sie lieber schuldenbremsend sparen will und die Prozesse lieber so beläßt, weil das bequem ist, der/die darf sich nicht wundern, wenn ihm/ihr Brücken unter dem Hintern wegbrechen, Züge gar nicht oder unpünktlich fahren, Betriebe schließen müssen, weil sich die Bedingungen der Produktion ändern (Automobilindustrie) und die Unzufriedenheit der Bevölkerung nach Schuldigen sucht, die dann gerne in den Fremden gefunden werden.
01.09.2024
„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“
Bertold Brecht, 1898-1956
01.09.1939 Überfall des nationalsozialistischen Deutschland auf Polen und Beginn des zweiten Weltkriegs. 75 Millionen Tote.
01.09.2024 Ein Drittel der Wähler der Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen wählen die AFD, eine rechtsextreme Partei, welche die Verbrechen der Nationalsozialisten verneint oder verharmlost. Sie verfolgen eine Agenda der Ausgrenzung und des Hasses auf alles Fremde und lieben das Völkische. Es stirbt die Wahrheit.
25.08.2024 Die klimaneutrale eierlegende Wollmilchsau ist tot
Unser Handeln hat Konsequenzen. Im Moment aber scheint es, als ob Bemühungen zur Reduktion des CO2 Ausstoßes weniger wichtig sind, geradezu lästig. Wir könnten Geld und CO2 einsparen, aber wollen es nicht (DUH, 2024).
Der als Revolution angepriesene ‚Green Deal‘ der EU ist keine Erfolgsgeschichte (taz,2024).
Niemand sagt ehrlich: es geht so nicht weiter.
07.08.2024 Der faule Sack ist schuld
Während die Athleten bei Olympia schneller, höher, weiter spielen, steigt in Deutschland die Inzidenz von Diabetes mell. Typ I und II bei Jugendlichen (PKV Institut),(RKI, 2024) als auch in der Allgemeinbevölkerung dramatisch an (Dt. Diabetes Zentrum, 2024). Es ist hochwahrscheinlich, dass diese Entwicklung mit dem zunehmenden Übergewicht infolge unausgewogener und allzu reichhaltiger, Zucker- und Fetthaltiger Ernährung zusammenhängt, sowie fehlender körperlicher Betätigung.
Selber schuld, könnte man sagen, stimmt aber nur zum Teil.
Was fehlt sind: Gesundheits-Prävention, Aufklärung, Sport Angebote und günstige, gesunde Lebensmittel. In der aktuell gängigen Marktliberalen Ordnung ist sich jeder selbst der Nächste, es muß gespart werden und wer Bürgergeld bezieht ist prinzipiell verdächtig, faul zu sein.
Diese Neid-Debatte befördert den Populismus. Was es wirklich braucht sind breitgefächerte Angebote für alle Altersklassen, die zu einer verbesserten körperlichen und geistigen Gesundheit führen. Das kostet Geld, viel Geld.
Aber es ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft.
22.07.2024 Der atomare Mittelfinger
„Just when we thought we had reached the point of invincibility, with our highly trained military and our arsenal of expensive high-tech weaponry, along came a group of fanatics who in a single event destroyed the myth we were telling ourselves. On September 11, 2001,…….“ (Latiff, 2018).
Die Unbesiegbarkeit ist einer der zähesten Mythen in militärischen Diskussionen und wir erleben gerade wieder, wie eine alternde Supermacht eine ebensolche in einem Stellvertreter Krieg in der Ukraine zu besiegen versucht. (Verheugen, Erler, 2024).
Anstelle von Diplomatie wird aufgerüstet und es wird uns ununterbrochen eingeredet, es geschehe zu unserem Besten. Nebenbei wird bekannt gegeben, dass in den kommenden Jahren wieder Mittelstrecken Raketen in Deutschland stationiert werden sollen (taz, 2024, Merkur, 2024, SZ, 2024). Die Begründung lautet, dass wir eine ‚Fähigkeitslücke‘ aufweisen und Rußland unermeßlich aufrüstet. Ein kurzer Blick in die Statistik der Rüstungsausgaben der Welt zeigt, wer unermeßlich aufrüstet (Statista, 2024).
Wir werden feststellen, dass wir uns diese ganze Maschinerie des Todes nicht leisten können. So wie wir verwundert feststellen mußten, dass ein ‚harmloses‘ Computerupdate gewaltige Schäden anrichten kann (SZ, 2024).
12.07.2024 Gewiss ist nur das Ungewisse
Es ist nicht klar, ob Putin ein Getriebener ist oder ein eiskalter Stratege, der die Lage noch in der Hand hat.
Es ist nicht klar, ob Biden krampfhaft an seinem Amt hängt oder als Präsident der ‚mächtigsten Nation‘ der Welt für weitere 4 Jahre erfolgreich vorstehen kann.
Es ist nicht klar, ob Scholz/Lindner/Habeck, all das glauben, was sie öffentlich erzählen, oder sich insgeheim kaputt lachen, respektive in Tränen ausbrechen.
Es ist nicht klar, ob die Opposition bessere Strategien für die Bewältigung der Krisen hat, oder ebenfalls nur an den Symptomen herumpfuschen wird, wenn sie regiert.
Es ist nicht klar, ob Leid und Elend unvermeidbar ist, oder wir Monster sind, die Leid und Elend zwangsläufig produzieren.
Klar ist: Der Kosmos interessiert sich nicht für den homo sapiens. Ob wir unsere Welt verbrennen oder in der Ungewissheit eine Chance sehen, unser Denken zu ändern, das liegt nur bei uns.
21.06.2024 Krieg
Krieg ist perverser Konsum. Er verbraucht gewaltige Ressourcen, die wir nicht haben, und ist ganz offenbar in die DNA des Kapitalismus eingeschrieben. Völlig unabhängig von dem ideologischen Mäntelchen, welches als Grund für einen Krieg umgehängt wird, ist Krieg die Beschaffung von etwas, was einem nicht gehört, was man aber haben will.
Eine Welt ohne Krieg und ohne Kapitalismus ist dem homo sapiens nicht möglich. Mit Krieg wird aktuell wieder zunehmend Geld verdient. Neue Verdienstmöglichkeiten ergeben sich durch neue Techniken (Krieg der Drohnen). Die modernen Kriege werden neue Verwüstungen und Leid mit sich bringen (Latiff, 2018).
Die umher reisenden Politiker suchen nach neuen Verbündeten und Märkten, um mit Waffen und Leid Geld zu verdienen. Die Zahl der zivilen Opfer steigt von Konflikt zu Konflikt, auch weil die modernen Kriege in der Regel einen Zerfall des Staatsapparats, der vorbestehenden Ordnung zur Folge haben.
10.06.2024 Europawahl
Wer glaubt, rechtsradikale, reaktionäre Parteien hätten die besseren Antworten auf die aktuellen Probleme, der wird sich irgendwann sehr wundern. Oder auch nicht, weil die Wahrheit zu erkennen, ist uns offenbar prinzipiell nicht möglich.
05.06.2024 Im Juni ein Gewitterschauer macht das Herz gar froh dem Bauer.
Es ist zu bezweifeln, dass die alten Bauernregeln in unserer heutigen Zeit noch Relevanz haben. Die sorgfältige Beobachtung des Wetters ist für die Menschheit immer schon existenziell gewesen. Kein gutes Wetter, keine Ernte, kein Essen, so einfach. Wenn also Extremwetter-Ereignisse zunehmend und weltweit Menschenleben, Infrastruktur und insbesondere die Nahrungssicherheit bedrohen, dann ist das keine unbedeutende Nebensache. Nichts, um sich medienwirksam Gummistiefel anzuziehen, ein besorgtes Gesicht zu machen und kurzfristige und unbürokratische (sic!) Hilfe zu versprechen. Dann aber sofort zum nächsten Tagesordnungspunkt überzugehen und den Klimawandel wieder hintenanzustellen. So wird das langfristig nicht funktionieren.
Immer noch, bzw. durch die reaktionären Kräften in der ganzen Welt zunehmend, wird der menschengemachte Klimawandel angezweifelt. Seine Relevanz für uns wird in Frage gestellt. Für den globalen Norden eine zynische Kostennutzen-Frage: Wieviel kosten mich 0,1 Grad C Durchschnittstemperatur mehr an Umweltschäden, im Vergleich zum Verdienst der fossilen Industrien, wenn ich sie ungebremst weiterlaufen lasse?
Der globale Süden, der für den menschengemachten Treibhauseffekt nicht verantwortlich gemacht werden kann, hat hingegen keine Chance, irgendetwas zu bewirken. Sie müssen es hinnehmen und in den Schwellenländern werden munter die alten Fehler (z.B. Rodung der Wälder) wiederholt.
Wer am wenigsten hat, dem wird am meisten genommen. Die eindrücklichste Korrelation ist uns nicht bewußt geworden: Veränderungen des Klimas werden gravierende Veränderungen der Gesellschaften bewirken. Das globale Zusammenleben wird sich grundlegend ändern, bzw. ändert sich schon.
Es ist nicht so, dass wir das nicht wissen, es gibt hierzu Kongresse und hinreichend Literatur (Otto, 2023)(Kolbert, 2021)(Lynas, 2021)(Rösch, 20219)(Klein, 2016).
20.05.2024 Bye, bye Boomer
Ich habe gehört, du verlässt mich?
Du willst in den kommenden Jahren in Ruhestand gehen? Geht’s noch?
Hättest du das nicht rechtzeitig bekannt geben können? Konnte doch keiner ahnen. Jetzt falle ich aus allen Wolken, mir fehlt der Nachwuchs, überall. Übrigens, auch bei deiner Pflege, du wirst schon sehen, wenn du dich um einen Platz im Pflegeheim bewirbst (RND).
Du bist so unfair. Du könntest doch nun wirklich noch 10-20 Jahre malochen, mindestens. Dir geht es doch gut. Hast in einer sorgenfreien Zeit gelebt, und alle Resourcen verbraten, gerade so, wie es dir gefallen hat. Soviel Filet mignon wie du werde ich nicht mehr kriegen. Ich muss jetzt vegetarisch, am besten vegan, leben. Du hast das CO2 rausgehauen wie blöd. Überhaupt keinen Kopf hast du dir gemacht um deine, jetzt auch meine Umwelt. Da haben wir den Salat, für mich bleibt nur Rohkost übrig.
Und ordentlich fortgepflanzt hast du dich auch nicht, auch wenn du viel Sex hattest. Aber die Überalterung der Gesellschaft hast du nicht verhindert. Dir ging es immer nur um deinen Spaß. Ich erwarte jetzt Solidarität. Deine immensen Rentenansprüche trittst du an mich ab; das System ist nämlich marode und ich habe wirklich keinen Bock auf die angeblich so sichere Aktienrente, die nach dem nächsten Banken Crash of nimmer wiedersehen verdampft.
Du wirst also brav weitermachen, schließlich bist du gut ausgebildet und hast enorme Berufserfahrung. Und heul jetzt nicht rum, von wegen Burn-out. Ich habe es auch nicht leicht, mich bei den vielen Studiengängen, die keiner braucht, für irgendwas zu entscheiden. Ich will auch in Urlaub fliegen, und ich sage dir, das mache ich auch.
Sollen doch meine Enkel sehen, wie sie klarkommen.
12.05.2024 Ein Gesetz für alle Fälle
Wenn etwas im Staate Deutschland faul ist, dann wird nach Abhilfe gerufen. Und diese besteht in der Regel darin, ein neues Gesetz zu verabschieden. Wenn also politisch aktive Menschen verprügelt, bedroht, beschimpft, angepöbelt werden, rufen die zuständigen Innenminister nach „schärferen‘‘ Gesetzen. Zumeist wird nach schärferen Gesetzen gerufen, nicht nach härteren oder strengeren, nein, sie müssen schärfer sein. Da stellt man sich dann gleich eine scharfe Klinge vor, oder ein Beil, oder so etwas ähnliches, egal. Es geht darum:
Nur wenige trauen sich zu sagen, dass wir genug Gesetze haben, diese aber wegen Überlastung der zuständigen Strafverfolgungsbehörden nicht zur Anwendung kommen (Roland Rechtsreport 2024). Wenn Bestrafung, wie Gefängnis, überhaupt ein Mittel sein kann, eine bessere Gesellschaft zu schaffen.
Und keiner sagt, dass eine Gesellschaft, deren Maxime die Leistung ist (….muss sich wieder lohnen!), dass eine solche Leistungsellenbogengesellschaft, gebaut auf Stress, Neid und Besitzdenken sich nicht wundern soll, wenn ihre Mitglieder immer öfter ausrasten. Die, in der Verzweiflung über das eigene miese Leben, die Schuldigen suchen und in exponierten Personen, wie PolitikerInnen, Rettungspersonal, Polizei finden und ihre Wut an Unschuldigen auslassen. Die sich auch ein Beispiel nehmen an den Hetzreden der Politik, die Bürgergeldempfänger generell als Drückeberger beschimpfen und Sozialleistungen streichen wollen. Das soll nicht heißen, dass nicht auch gut situierten Menschen, denen es, so meint man, an nichts fehlt, zum Hassteufelchen mutieren können.
Wenn also etwas helfen kann, dann Sozialarbeit, viel mehr Sozialarbeit, noch viel mehr Sozialarbeit. Aufklärung, Gewaltprävention, und das bedeutet das Gegenteil von dem, was zur Zeit passiert. Es muss in die Gesellschaft, in Bildung, in Jugendarbeit, in all das investiert werden. Viel Geld, viel mehr als es uns später kosten wird, wenn wir das nicht tun.
Oder sind die USA mit ihren Gesetzen und randvollen Gefängnissen ein sicherer Ort? (World prison brief)
04.05.2024 Ist das so?
- Zigaretten sind harmlos, sagt die Tabakindustrie.
- Zucker macht nicht krank und dick, sagt die Zuckerindustrie.
- Der freie Markt regelt alles zum Besten, sagen die Liberalen
- Kriege sind unvermeidlich, sagt die Rüstungsindustrie.
- Der Klimawandel existiert nicht, sagt die Ölindustrie.
- Die Menschheit ist unersetzlich und wertvoll, sagt wer?
29.04.2024 Märchenstunde: Es war einmal….
Es war einmal in alter grauer Vorzeit ein Gerücht von einem ‚Freien Markt‘. Ein stolzer und tapferer Mythos. Der freie Markt wird gar trefflich geregelt von einer unsichtbaren Hand und alle und jeder sind glücklich und zufrieden und wenn sie nicht gestorben sind, dann weiß ich auch nicht, warum wir heutzutage soviele Lebensmittel vernichten (Food Waste Index Report).
Der Mythos vom ‚Freien Markt‘ ist aber nicht so einfach auszurotten, er wird gerade heute heftig verteidigt. Er wird unterschiedlich benutzt, je nachdem, wem er nutzt.
Die internationalen Konzerne benutzen ihn, um sich gegen staatlich Reglementierungen zur Wehr zusetzen. In den modernen Freihandelsabkommen sind Vereinbarungen enthalten, die es den investierenden Konzernen erlauben, Staaten anzuklagen und vor Schiedsgerichten auf Entschädigungen für entgangene Gewinne zu verklagen. (Investor-state Dispute settlement).
Staatliche Gemeinschaften, also wir, sollen auf der anderen Seite für Investoren die allerbesten Vorrausetzungen schaffen, damit diese die Gnade haben, sich bei uns anzusiedeln. Das bedeutet, wir sollen eine perfekte Infrastruktur zur Verfügung stellen, wir sollen billige Energie bereithalten, Logistik, möglichst keine Spinner, die sich um Umwelt sorgen, und dann noch eine Tasche mit Geld hinstellen. Gewerbesteuern sollen möglichst niedrig sein und Gewerkschaften sind ein rotes Tuch (Tesla). Ebenso wie das gerne beschworene Bürokratiemonster, das durch die Lande läuft und ehrbare Firmeninhaber frißt.
Staatliche Subventionen (auch gerne Förderprogramm genannt) verzerren den ‚Freien Markt‘. Da die verschiedenen Staaten sehr aggressive Subventionen einsetzen oder auch Schutzmaßnahmen des heimischen Marktes wie Zölle, bleibt eigentlich keine Alternative, als ebenso zu reagieren. Zumal die Firmen im Falle wirtschaftlicher Schwierigkeiten sich zuverlässig an den Staat wenden, um ‚gerettet‘ zu werden. Wenn die Belegschaft bis dahin nicht im Vordergrund des Interesses der Firma stand, ist spätestens im Falle der Krise ganz dringlich von dem Wohl der Arbeitnehmer und dem Erhalt der Arbeitsplätze die Rede.
Es war einmal ein ‚Freier Markt‘ und wenn der Mythos davon irgendwann zu Grabe getragen wird, dann findet man ihn auf dem Friedhof in einer abgelegenen Ecke, gleich neben dem Grab einer Partei an die sich keiner mehr erinnert, der FDP.
19.04.2024 Pazifismus easy.
Das Problem am Pazifismus ist, dass wir uns diesen Zustand noch nicht einmal vorstellen können. Aufgrund unserer mehrtausendjährigen Erfahrung mit der menschlichen Spezies ist Pazifismus so unwahrscheinlich wie eine eiskalte Sonne. Geht nicht, gibt es nicht. Also sprechen wir gerne über eine light-Version des Pazifismus: wehrhaft-zurückhaltend, kriegerisch-kompromissbereit, Gleichgewicht des Schreckens oder Schrecken der Apokalypse.
Pazifismus mag ein Projekt für Einzelne sein: die andere Wange hinhalten.
Pazifismus ist aber garantiert kein Weltprojekt. Das wird gerade im Moment sehr deutlich, da pazifistische Haltungen keine Lobby haben. Sie gelten als schwächlich, dümmlich, als wirklichkeitsfremd.
Aber ist es nicht eigentlich wirklichkeitsfremd anzunehmen, dass Vergeltung auf Vergeltung folgend, die Menschheit weiterbringt.
Irgendwann muss Eine, muß Einer den Mut aufbringen und Stop sagen. Den Kreislauf der Gewalt unterbrechen und auf Vergeltung verzichten, selbstbewußt und stolz die andere Wange hinhalten. Alles andere führt unweigerlich in die Apokalypse. Pazifismus easy gibt es nicht, entweder ganz oder gar nicht.
Pazifismus ist eine unvergleichlich viel größere Aufgabe, als nur die Abkehr vom Krieg. Ein universeller Pazifismus bedeutet auch den Verzicht auf Gewalt gegen die uns umgebende Schöpfung. Gegen die Natur, gegen unsere Mitgeschöpfe. Ist das nicht eine schöne Vorstellung?
11.04.2024 Vertrauen ist gut, aber ein seltenes Gut.
Weltweit ist das Vertrauen in Auflösung begriffen. Wir vertrauen einander nicht mehr. Und das ist ein ernstes Problem.
Wenn ich den gewählten Volksvertreteren nicht vertrauen kann, weil sie nur Clientelpolitik betreiben und von z.B. einer ‚Fortschrittspartei‘ zum größten Problem der Regierung werden, dann werde ich mich entäuscht abwenden und schlimmstenfalls den Lügen und Versprechen der rechten Rattenfänger Glauben schenken.
Wenn es keine Aufarbeitung der Covid19-Pandemie geben darf, wenn nur teilweise geschwärzte Dokumente veröffentlicht werden, um wen oder was zu schützen, dann kann im Wiederholungsfall einer Pandemie kein Vertrauen in die Maßnahmen der Behörden entstehen.
Wenn der USA Wahlkampf die Wahl läßt zwischen Sleepy Joe und einem größenwahnsinnigen Verbrecher, dann wird schlimmstenfalls der radikale reaktionäre Umbau der größten Demokratie vor unseren Augen fortschreiten.
Wenn Israelis und Palästinenser sich über Jahrzehnten gegenseitig nur als Feinde, als Tiere, als Parasiten wahrnehmen, dann wird Palästina in Zukunft die Heimat für niemanden mehr sein.
Weitere Beispiele sind zahllos. (Sinus-Institut.de)
Wenn wir nicht anhalten und vertrauen, werden vielleicht Reste der Menschheit in Schutzräumen die atomare, biologische, ökonomische oder sonstige Katastrophe überleben. Ob sie in Jahrhunderten darüber erfreut sein werden, überlebt zu haben, bezweifle ich.
27.03.2024 Alles alle
Nach einer aktuellen Veröffentlichung des Sachverständigenrat für Umweltfragen hat Deutschland sein Kontingent für den CO2 Ausstoß für 2024 erschöpft. Unter der Voraussetzung, wir wollen das 1,5 Grad Ziel der Erderwärmung einhalten und eine gerechte und faire Verteilung der CO2 Emmissionen weltweit erreichen. Was bedeuteten würde, wir leben nicht auf Kosten anderer. Aber gerecht und fair geht es dabei nun mal nicht zu, was der pro Kopf Ausstoß von CO2 weltweit belegt. Und die 1,5 Grad Grenze, nun ja, warum sollten wir……..
14.03.2024 Unvorbereitet, aber nicht unwissend
Die europäische Umweltagentur schreibt am 11. März des Jahres, dass Europa nicht ausreichend auf die sich rasant verschärfenden Klimarisiken vorbereitet ist. (EEA 2024).
Das wundert uns nicht. Das entsetzt uns nicht, das läßt uns kalt. Zum Glück ist es seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Februar noch nie so mild gewesen, also müssen wir nicht frieren (DWD 2024).
Wir haben kein Geld für Klimaschutz, so heißt es,
obwohl wir wissen sollten, dass jeder Euro, den wir heute nicht für unsere Zukunft ausgeben, morgen oder übermorgen das mehrfache kosten wird. Wenn dann überhaupt noch eine Handlungsoption besteht.
Obwohl wir in Rüstung investieren, mehr und mehr (SIPRI, 2022).
Obwohl wir darüber diskutieren Taurus Raketen zu liefern, oder auch nicht, zum Stückpreis von 1 Mio. Euro (Taurus).
Obwohl die Mineralölfirmen sagenhafte Gewinne machen.
Obwohl der ‚Krieg gegen den Terror‘ bislang unglaubliche 8 Billionen (da sind 8000 Milliarden) Euro gekostet hat (Carnegie Org 2023). Über den zweifelhaften Erfolg dieser weltweiten ‚Antiterror Operation‘ der USA kann man sich heute ein gutes Bild machen, bei den zerfallenden Staaten, wie Irak, Jemen, Afghanistan, Syrien, Somalia (Scahill 2015). Um keine Zweifel aufkommen zu lassen: die Kriegsverbrechen Russlands stehen den Gräuel der Nordamerikaner in nichts nach (Alexijewitsch 2016).
Alte wirre Männer in den Zentren der Macht. Sieht so die Weisheit des Alters aus?
12.02.2024 Helau und Alaaf
Es heißt, wir erleben momentan die 5. Jahreszeit, den Fasching. Auch wenn ich persönlich dem närrischen Treiben wenig abgewinnen kann, sei’s drum: habt Spaß! Möglichst ohne Übermengen an Alkohol, ohne Gewalt, ohne Streß. Einfach mal abschalten und feiern.
Danach wäre es schön, wenn wir zu einer 6. Jahreszeit kommen könnten: der nüchternen Vernunft. Einer vernünftigen Betrachtung der Realität, in der die folgenden Aussagen als lächerlich, falsch, als gefährlich erkannt werden:
„Millionenfache, irreguläre Migration“. „Dt. Staatsbürgerschaft wird verramscht“. „Das EU-Projekt ist gescheitert“. „Festung Europa, Zum Schutz unserer Freiheit“. „Rücknahme der Sanktionen gegen Rußland/Syrien“. „Automobilindustrie als Leitindustrie“. „Große Transformation“. „Klimawahn“, „Stopp aller Coronaimpfungen“. „Gender-Ideologie stoppen“. „Keine Schuld- und Schamkultur„. „Abtreibungen müssen Ausnahmen werden“.
Diese Aussagen stammen als Originalzitate von Frau A. Weidel bzw. dem Europawahlprogramm 2024 der AfD und sind von der Homepage der Partei entnommen. Ich erstelle hierzu keinen Link.
Es ist lächerlich, von einer „irrationalen CO2-Hysterie“ oder von „überproportional auftretenden schweren Impfschäden“ zu sprechen und gleichzeitig „Wir stehen für Freiheit, Fortschritt und Wissenschaft!“
Es ist widersinnig Europa als gescheitert zu erklären, aber sich eine Festung Europa zu wünschen mit undurchdringbaren Grenzen.
Und es ist toxisch, alles Fremde, seien es Schutzsuchende oder alternative Lebensentwürfe unter Generalverdacht zu stellen, die „deutsche Identität“ zu bedrohen. Für das, was das deutsche Volk, z.B. dem jüdischen Volk, Polen und vielen Anderen angetan hat, sollen wir uns ruhig mindestens noch ein Jahrhundert schämen. (Gutman, Guttermann, 2005)
In diesem Land darf zu keiner Jahreszeit Platz sein für rechtsradikale Ideologie, auch wenn der Wolf noch im Schafspelz mit Kreidestimme spricht.
Das ist kein Karneval, das ist bitterer Ernst.
28.01.2024 Tick, tack, tick, tack
Ein besonders beliebtes Bild in den Weltuntergangsszenarien ist die Uhr. Auf der Uhr ist es kurz vor 12, je nach Dringlichkeit der Aussage sind es Minuten oder aktuell nur 90 Sekunden vor 12. (Doomsday clock 2024).
Was um 12 passiert, wird nicht verraten, jedenfalls etwas Schlimmes, wahlweise der Weltuntergang, das jüngste Gericht oder eine neue Folge der Rosenheim-Cops (immerhin schon 23 Staffeln). Der Fantasie sind für die Zeit nach 12 keine Grenzen gesetzt.
Fakt ist, uns ist die Weltuntergangsuhr egal. Genau genommen ist es für tausende von Spezies auf unserer Welt schon deutlich nach 12, weil sie schon lange ausgestorben (worden) sind. Und auch wir haben das 12 Uhr Läuten nicht gehört. Seit Jahrzehnten überlasten wir unsere Biosphäre weit über die Grenzen des Belastbaren hinaus oder, um im Bild zu bleiben, wir sind bei 2 Uhr oder später. (Le Monde diplomatique)
‚This planetary boundaries framework update finds that six of the nine boundaries are transgressed, suggesting that Earth is now well outside of the safe operating space for humanity‚ Zitiert aus : Science.org
Während also unser ‚Raumschiff‘ in großer Not ist, tun wir was?
Aufrüsten. ( Le Monde diplomatique, SIPRI ).
Wir haben das Läuten nicht gehört.
03.01.2024 Notlage, dringend gesucht !
Es regnet und die Wasserfluten füllen die Flüße und belasten die Deiche. Die Sandsäcke werden knapp. Keller laufen voll und die neu installierte Gasheizung ist abgesoffen. Das Leben von Mensch und Tier ist bedroht. Der Klimawandel, auch Klimakatastrophe genannt, findet statt, nicht nur irgendwo in fernen Landen, sondern auch bei uns. Dazu zwei Statements:
R+V-Vorstandschef Norbert Rollinger, Präsident des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft: «Wir laufen sukzessive auf eine Unversicherbarkeit von Risiken zu» (ZEIT online, 29.12.2023).
Lars Klingbeil, SPD Bundesvorsitzender: „der Katastrophenschutz und die Hochwasserprävention (müssen) massiv ausgebaut werden“. (Tagesspiegel, 31.12.2023).
Dazu müssen wir Investitionen in die Zukunft tätigen. Das aber verhindert der „gefährlichste Mann Europas“, so Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz (taz, 21.12.2023), unser Finanzminister Christian Lindner und die bösartige neoliberale Wirtschaftsideologie, die sich wie ein Krebsgeschwür durch die Welt-Gemeinschaft frißt.
Dass Vorsorge hilfreich ist, haben wir in der Sylvesternacht gesehen. Wobei bessere Vorsorge als massive Polizeipräsenz wäre sicherlich eine protektive Sozialarbeit, Unterstützung für Jugendprojekte etc. Das kostet aber mehr Geld.
Es gibt viel zu tun.
Wer also eine Notlage sucht, bsplw. um eine unsinnige Schuldenbremse auszubremsen, der mache einfach mal die Augen auf.
Im übrigen: Schönes neues Jahr!