Archiv
————————————————————————————————————————————————————————
08.03.2026 Friedrich Merz und das Geheimnis der 50 Euro
Der Kanzler hat uns vorgerechnet, dass jeder mit einem monatlichen Sparbetrag von 50 € nach einem erfüllten Arbeitsleben von mehr – besser als weniger – Jahren, zu einer zufriedenstellenden Altersvorsorge im 6 stelligen Bereich kommen kann. Ob das nun stimmt oder nicht, sei dahingestellt. Die Renditeentwicklung kann sich ändern, es können schwierige Lebensphasen, wie Krankheit, Scheidung oder Arbeitslosigkeit dazwischenkommen. Oder es ist der Person einfach nicht möglich, die erforderlichen 120 Jahre zu arbeiten, von denen Friedrich Merz bei seiner Rechnung ausgegangen ist.
Sei‘s drum. Wichtig erscheint mir, der einmal mehr zur Schau gestellte Mangel an sozialer Empathie, der aus einer solch barsch vorgetragenen Äußerung spricht. Wie schon die unsägliche, immer wiederkehrende Debatte über die Harz IV/Bürgergeld/Grundsicherung beweist, ist Armut (eben auch im Alter) in den Augen der Politiker selbst verschuldet und kann durch Vorsorge und Fleiß vermieden werden.
Aber bei der galoppierenden Kostenentwicklung für Lebenshaltung, Miete, aktuell SPRIT, wie soll das funktionieren? Und dann sollen und müssen wir auch noch alle kräftig konsumieren, damit das kapitalistische Kartenhaus nicht zusammenbricht.
Einem Menschen wie Friedrich Merz sind offensichtlich die Lebenswelten von sozial/finanziell schlechter gestellten Mitbürgern nicht einsichtig. Da versteht er sich schon deutlich besser auf das Lesen eines Dealmakers wie D. Trump.
Und die Populisten tun so, als kümmerten sie sich um die Sorgen und Nöte der Mitbürger, dabei sind sie nur dabei, ihre Schäfchen (und Angehörigen) ins Trockene zu bringen.
Zum Schluss: Das Wahlergebnis der SPD in BaWü zeigt, dass sich die Wähler an den alten Spruch erinnern: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“
04.03.2026 In eigener Sache
Ich plane ein Update der Seite in den nächsten Tagen. Unter Umständen kann die Seite dann verzögert erreichbar sein oder ist nicht in allen Teilen fertig – was Bauarbeiten eben so an sich haben.
02.03.2026 Massenvernichtungswaffen im Ira…n/k
Siehe dazu meinen Kommentar vom 06.09.2025.
Die Begründung ist so gut, dass sie auch öfter verwendet werden kann, auch wenn sie nicht zu beweisen ist. Angeblich hatte D. Trump das iranische Atomprogramm im Juni 2025 vollständig zerstört. Er sagte damals auf einer Pressekonferenz: „Iran’s key nuclear enrichment facilities have been completely and totally obliterated. The strikes were a spectacular military success.“
Warum das Regime im Iran überhaupt Atomenergie/spaltbares Material braucht, ist nicht nachvollziehbar und sollte Gegenstand internationaler Verhandlungen sein. Allerdings ist derselbe Präsident Trump 2018 aus dem Iran-Atom-Vertrag ausgetreten und hat keinen neuen Vertrag abgeschlossen. Auch der Biden-Administration ist ein neues Abkommen nicht gelungen.
Das traurige Resümee ist also: Die internationale Politik, das Völkerrecht, die UN sind nicht in der Lage, Krisen zu managen. Verstöße gegen internationale Bestimmungen haben keine wirksamen Sanktionen zu Folge. Jeder ist sich selbst der Nächste und der Stärkere ist der Gewinner. Oder wie der französische Präsident E. Macron anlässlich der atomaren Aufrüstung in Europa formuliert:
“Wer frei sein will, muss gefürchtet sein. Wer gefürchtet sein will, muss stark sein.“
Was wird passieren, wenn Xi Jinping beschließt, gegenüber Taiwan Stärke zu zeigen?
22.02.2026 Die Sackgasse
Eine Sackgasse ist dafür bekannt, dass sie keinen Ausweg hat.
Wenn Unionspolitiker weiterhin verzweifelt versuchen, die arbeitsscheuen Rentner, die faulen Teilzeitarbeitenden, die asozialen Bürgergeldbeziehenden und alle sonstigen zwielichtigen Subjekte dieser Gesellschaft endlich wieder ans Arbeiten zu bringen und große Anstrengungen unternehmen, uns allen zu erklären, dass es dann schon wieder aufwärts geht mit der Konjunktur, dann, ja dann sollen sie wissen: Das funktioniert nicht! Die Demografie gibt es nicht her. Mit immer weniger Berufstätigen und immer mehr Alten, wird sich die heilige Kuh des Wirtschaftswachstums nicht vom Eis holen lassen.
Es erfordert mehr als eine 92%ige Zustimmung für F. Merz auf dem Parteitag und den panischen Blick auf die nächsten Landtagswahlen. Es erfordert großen Mut, die Zeichen der Zeit zu sehen und ehrlich zu benennen.

13.02.2026 Totgeschwiegen, aber nicht vorbei: Die Klimakrise
Nach einer aktuellen wissenschaftlichen Einschätzung von renommierten Klimaforschenden, nähern wir uns der ‚unbewohnbaren Erde‘ schneller, als uns lieb sein sollte (EurekAlert, 02 2026).
Die Wissenschaftler sehen ein nur noch sehr kurzes Zeitfenster zur Korrektur.
Allerdings ist der Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen im Januar 2026 Fakt geworden (Deutschlandfunk, 01, 2026).
Der Great Orange Leader (GOL) des First American Reich (FAR) hat dank seines ‚common sense‘ – also seines übernatürlichen gesunden Menschenverstandes – erkannt, dass vom CO2 keine Gefahr für die Gesundheit oder das Klima ausgeht (Tagesschau, 02 2026). Damit entfallen in den USA die gesetzlichen Grundlagen für eine effektive Reduktion des wesentlichen Treibhausgases (aktuell schon der höchste Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 weltweit).
Das Überleben auf der Erde wird in den kommenden Jahrhunderten eine Herausforderung, da brauchen wir gar nicht zu dem lebensfeindlichen Mond oder Mars zu fliegen/flüchten.
Siehe Doomsday Clock …
01.02.2026 Doomsday clock
Die aktuelle Stellungnahme der Atomic Scientists ist kein Grund zur Freude.
Meine Einschätzung der Doomsday Clock:

20.01.2026 „The past is never dead. It’s not even past.“ W. Faulkner (1897–1962)
Im First American Reich scheint die ICE (Immigration and Customs Enforcement) völlig losgelöst von allen bislang geltenden rechtsstaatlichen Normen und Zwängen zu agieren und verbreitet, mit großem Wohlwollen des Great Orange Leader, eine Welle der Angst und des Staatsterrors, der an das Verhalten von SS und SA erinnert, bis hin zur straf- und verfolgungsfreien Ermordung von Bürgern der USA.
Nach aktuellen Gerüchten werden jetzt auch Personen verhaftet, die französischen Rotwein oder Champagner trinken: ein zutiefst unamerikanisches Verhalten.
Gebt Trump Grönland und setzt ihn mit seinen engsten Vasallen, seiner geliebten Fahne und ein paar Hundeschlitten (ohne Hunde) in der Wildnis aus!

05.01.2026 Lügner
Ich weiß nicht, vor wem ich mich mehr fürchte:
Dem skrupellosen Lügner, der genau weiß, dass nichts, was er sagt, der Wahrheit entspricht und, uns so ins Verderben stürzt.
Oder dem heiteren Gutmenschen, der mit voller Überzeugung, das Richtige zu denken und zu sagen – weil es ihm gar nicht in den Sinn kommt, falsch zu liegen -die Katastrophe herbeiredet.
… oder vor der KI, die gerne kleine und große Fehler macht.
